SK U5524

Raumpatrouille
Berichte, Beiträge und Wissenswertes von
Rainer Freder, Dortmund

 
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Von: Rainer Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]
25.04.2005  Kunibert Gensichen

Hallo Stefan, der Kurzbericht war lange angekündigt, jetzt ist er aber druckreif: Der kurze Abriss über den namenlosen Abschnittsleiter von TRAV. Unter der Überschrift Von der EMMA zur ORION betrachte ich die "fliegerische Laufbahn" des Schauspielers Kunibert Gensichen."
Gruß Rainer Freder

Von der EMMA zur ORION
Ein kurzer Abriss über die Filmkarriere des Schauspielers Kunibert G. Gensichen

Geburtsdatum: 26. Juni 1907
Geburtsort: Rittel, Kreis Kolnitz (Westpreußen)
Todestag: 26. Juni 1991

In der "Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion" hatte er eine kleine Rolle als Abschnittsleiter von TRAV, der seine Besorgnis über das Versteckspiel "Laurin lässt grüßen!" des Orion-Commanders offen und respektlos gegenüber dem Adjudanten Spring-Brauner, der fälschlicherweise die ORION statt der ARION in das Satellitenfeld um Pallas schickte, mit den Worten: "Sie hätten sich wohl auch nicht gedacht, dass Sie sich einmal Sorgen um McLane machen müssen !", seine Bedenken vortrug

Kunibert Gensichen - Zu sehen war er lediglich in Folge 3 "Hüter des Gesetzes", die zuerst am 15. Oktober 1966 im Abendprogramm im nach der Tagesschau zu sehen war.

Zuvor hatte er jedoch schon eine andere "fliegende" Rolle: Als Flugschüler (man fängt schließlich irgendwann mal an) Walter Ottermann in "QUAX, der Bruchpilot" (1941) war er neben Heinz Rühmann zu sehen. Nicht die Orion, sondern die "Emma" - eine kleine einmotorige Propellermaschine- war das erste "Raumschiff" und Start einer "hochhinausgehenden" und langen Karriere bis ins Jahr 3000. Obwohl, viel weiß man nicht über die Karriere im Jahre 3000. Zu sehen ist er nur in einer Rolle in der Unterwasserbasis. Aber als Abschnittsleiter sollte er auch praktische Erfahrungen im Raumflug haben oder etwa nicht?


 

(2.v.r.)

(2.v.l.)
Bis Mitte der sechziger Jahre im ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert hatte er sich immerhin in der Fernsehfilmserie "Copilot Mutesius" bis zum Flugkapitän hochgemausert (rechts im Bild)
Als Flugkapitän Bauer musste er 1965 diverse Abenteuer mit seinem Copiloten überstehen, bis er über einige kleinere Umwege mit diversen Rollen im Jahre 3000 in die unterozeanischen Behördenanlagen der Terrestrischen Raumaufklärungsverbände versetzt wurde. Als Abschnittsleiter wurde ihm ein großer Verantwortungsbereich übertragen.

Die ersten Kletterversuche, um Distanz zur Bodenständigkeit zu erlangen, machte er noch vor der Emma im Jahre 1937/38. Zusammen mit dem erfahrenen und stets quasselnden und herumfuchtelnden Louis Trenker kletterte der geborene Westpreuße als Lord(!) Francis Douglas die Berge der Alpen rauf und runter.

Das seine Filmliebschaften mit dem "Abheben" nicht unbedingt einverstanden waren, machte der Film "So weit geht die Liebe nicht" im Jahre 1937 deutlich. Dies dürfte wohl auch der Beginn der Filmkarriere des 30 Jährigen darstellen. Bereits ein Jahr später war er in "Dreiklang" wieder zu sehen.

Nach "Quax, der Bruchpilot" war der begabte Schauspieler erst nach dem Krieg im Jahre 1958 in nennenswerten Rollen zu sehen. Eine Hauptrolle hat er allerdings im Film nicht übernommen. In folgenden Filmen und Fernsehproduktionen war er in diversen Nebenrollen zu sehen:

An vier Folgen der Krimiserie "Der Alte" war er beteiligt:

Als Johann Kahl war er am 28. März 1980 in einer Derrick-Folge zu sehen: Folge 69: "Tödliche Sekunden" (1979)

Auch in Aktenzeichen XY mit Eduard Zimmermann ungelöst war er in Folge 122 zu sehen

1962 wirkte er zudem in einem Hörspiel Roskolnikoff von Dostojewski mit

Zuletzt war in einer Folge der Serie Die schnelle Gerdi (1989) im Fernsehen zu sehen.

Diese Zusammenstellung hat nicht den Anspruch, vollständig zu sein. Sie ist nur das Produkt einer mühsamen Recherche über den begabten Schauspieler, der es vermochte, einer Nebenrolle eine glänzende und nachhaltige Note zu geben.

Mein Respekt!


Von: Rainer Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]
21.10.04

Hallo Stefan, da bin ich aber baff, mich hier so breit wiederfinden zu dürfen. Da macht es direkt Spaß, weiter daran zu arbeiten. Wie versprochen, werde ich einige Scans aus der Hör ZU machen. Da habe ich noch große Hilfe von Axel Schneider erhalten, der ja die Site "Zuschauerpost.de" macht. Die Ausgaben von 1965 bis 1968 habe ich so ziemlich alle auf RP durchforstet und interessanet Artikel gefunden..
Gruß und ganz großes Lob für die geleistete Arbeit!
Rainer Freder
(Axel Schneider)

Von: Rainer Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]
29.03.2004

Landeplatz Halde Peissenberg

Hallo, ich wollte mich mal wieder mit einem kleinen Bericht über N108/N116a und Mura melden. In meinem bescheidenen Fotoarchiv bin ich auf zwei Farbbilder gestoßen, die eindeutig demonstrieren, dass die Außenaufnahmen 1965 auf N108/N116a und Mura auf ein und derselbem "Planetoiden" gemacht worden sind. Einige exotisch wirkende Umbauarbeiten an der Lancet und ein etwas anderer Kamerastandort (und etwas anderes Wetter und Lichtverhältnisse) lassen die Ähnlichkeiten wirkungsvoll verwischen. Die kleine Pfütze rechts vom Beiboot ist bei genauem Hinsehen auf beiden Fotos zu erkennen! Das Wetter soll ja an den Drehtagen kühl und nass gewesen sein. Bild links. Ibsen wird auf Mura gefangen genommen. Drehort: Halde Peissenberg. Bild rechts: Landeplatz der Chromanianer auf N108/N116a. Drehort. Halde Peissenberg. Kleinere wirkungsvolle Umbauarbeiten und die Ähnlichkeiten verblassen. Auch die Geschehnisse auf "Pallas" wurden, zumindest was die Außenaufnahmen betreffen, auf dieser Halde gedreht. Im Hintergrund ist ein Teil von Peissenberg zu sehen, das im Film natürlich ausgeblendet worden ist. (Foto-Quelle: VideoPlus 4/93).
Gruß Rainer

RP81_Mura
Ibsen wird auf Mura
gefangen genommen
Drehort:
Halde Peissenberg
RP82-N108
Landeplatz der Chromanianer
auf N108/N116a.
Drehort:
Halde Peissenberg


Von: Rainer Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]
21.02.04

Hör Zu von Samstag, dem 17. September 1966 RP83

Hallo, wie versprochen, beigefügt ein Scan aus der Hör Zu von Samstag, dem 17. September 1966 mit den allerersten Folge zur Raumpatrouille. Falls es gefällt, werde ich auch die anderen Folgen sukzessive einscannen und schicken.
Gruß, Rainer Freder


Von: Rainer Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]
09.02.04

Fontanes Rittmeister

Hallo Stefan, ab und an schaue ich mal auf dieses Seiten. Eine Frage: Hast du meinen Bericht über die Bavaria-Paralleldreharbeiten zu Fontanes Rittmeister von Schach nicht erhalten mit dem schönen Bild von karl michael vogler auf der Orionkanzel? Ich finde hierüber im Internet sonst nichts. Vielleicht kannst du's ja hier reinsetzen? Würde mich freuen. PS: der Fernsehfilm wurde ebenfalls im November 1966 im Ersten erstmals ausgestrahlt. Das genaue Datum kriege ich auch noch raus. Also wieder total parallel.
Gruß, Rainer Freder

Fontanes Rittmeister
23.11.03

Hallo, wie schon angekündigt, möchte ich über ein kleines Kuriosum während der Dreharbeiten zur Raumpatrouille berichten.

Nicht nur die sieben Raumpatrouille-Folgen wurden in den Bavaria Studios im Frühjahr/Sommer 1965 gedreht, sondern zeitgleich auch ein Film über die Geschichte des Rittmeisters (und Frauenverehrers) Schach von Wuthenow nach einem Roman von Theodor Fontane. Der Hauptdarsteller Karl-Michael Vogler (als Schach von Wuthenow und in voller preußischer Montur) hat während einer Drehpause einen Zeitsprung ins Jahr 3000 gemacht und wurde dabei zufälligerweise an Bord der Orion gebeamt. Leider wurde diese Stelle wieder aus dem Film geschnitten. Nur ein Foto vom Set an der Astroscheibe zeigt ihn, wie er die Mannschaft und insbesondere den "Konkurrenten" in bezug auf Frauenherzen, Mario de Monti mit seiner Stichwaffe bedroht .... Wie der Zufall es will, wurde der Film im Ersten im November 1966 also auch zeitgleich mit der Raumpatrouille erstmals ausgestrahlt.

Hier die Filmdaten: RP84 Karl-Michael Vogler
Schach von Wuthenow Karl-Michael Vogler (Bild links)
Film: Die Geschichte des Rittmeisters Schach von Wuthenow
BRD 1966: Südfund Stuttgart; Bavaria Atelier, 79 Min.
Regie: Schwarze, Hans Dieter; Buch: Meichsner, Dieter
Darsteller: Vogler, Karl Michael (Schach von Wuthenow); Schütte, Peter (von Bülow); Biederstaedt, Klaus (von Alversleben); Altrichter, Dagmar (Josephine von Carayon); Peitsch, Monika (Victoire von Carayon); Degen, Michael (Prinz Louis Ferdinand)
Gruß Rainer Freder, Dortmund

Hier nun das Foto vom Set aus Josef Hilger Raumpatrouille

RP85 Die Geschichte des Rittmeisters Schach von Wuthenow


10.11.03
Hallo, ich habe mal wieder einen Anschlag vor mit der zentralen Frage: Was hat Fontanes Rittmeister Schach von Wuthenow mit der Orion zu tun? Über die seltsame Begegnung des Rittmeisters alias Karl-Michael Vogler mit der Orion-Crew anno 1965. Wenn Interesse besteht, werde ich einen kurzen bebilderten Artikel schreiben.
Gruß, Rainer Freder


Von: Rainer Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]
18.11.2003

Raumpatrouille Erstwiederholung Folge Nr. 6 anno 1968

Hallo, hier Beweisstück Nr. 2: Das Programm vom 2. Juni 1968 (Pfingstsonntag). Um die Zeit der eigentlich fälligen 6. Folge der Raumpatrouille wurde ein wohl wichtigeres Reitturnier im Ersten übertragen. Auf dem anderen Kanal lief parallel der deutsche Spielfilm von 1936 "Der Dschungel ruft" und danach "Bonanza" mit Little Joes Sieg (in Farbe!).
Gruß Rainer

Anlage: Bild: TV1968 2.Juni


17.10.03
Hallo, ich habe vor einiger Zeit darauf hinbewiesen, dass die erste Wiederholung der Serie RAUMPATROUILLE 1968 im vierzehntägigen Abstand zwischen März und Juni erfolgte, wobei zwischen der 5. und 6. Folge eine lange Zeitspanne von 3 Wochen lag (wegen Pfingstsonntag). Dass mich meine Erinnerung daran nicht im Stich gelassen, kann ich durch einen Ausschnitt aus der HörZu von 1968 belegen. Die Raumfalle wurde erst am 9. Juni 1968 (statt am 2.) um 17 Uhr 15 ausgestrahlt! Schönes Wochenende!
Gruß, Rainer Freder

Anlage: foto1KKopie 9.Juni


1. Wiederholung (ARD):

1. Folge (A) Sonntag, 24.03.1968 um 17.15 Uhr
2. Folge (C) Sonntag, 07.04.1968 um 17.20 Uhr
3. Folge (B) Sonntag, 21.04.1968 um 17.00 Uhr
4. Folge (F) Sonntag, 05.05.1968 um 17.15 Uhr
5. Folge (D) Sonntag, 19.05.1968 um 16.55 Uhr
6. Folge (E) Sonntag, 09.06.1968 um 17.15 Uhr.
7. Folge (G) Sonntag, 16.06.1968 um 17.15 Uhr

14.03.03
Von: "Herr Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]
ich habe eine Anmerkung zu den Sendeterminen zu machen: Sendetermin der 4. Folge war nicht der 29.09.1966 - es muss heißen 29.10.1966 Aber: Die Wiederholung der 6. Folge 1968 fand (leider) nicht im zweichwöchigen Turnus am Pfingstsonntag statt, sondern meines Wissens nach eine Woche später, am 9. Juni 1968. Die letzte Folge wurde dann wieder "planmäßig" am 16..6.1968 wiederholt. Zwischen der 5. und 6. Folge war meines Erachtens ein für mich damals viel zu langer, entbehrungsarmer Zeitraum von 3 Wochen!
Ein Orion-Fan, Jahrgang 1954


Von: Rainer Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]
Oktober/November 2003

Das Problem mit dem Commodore Ruyther auf der Sikh 12 in der dritten Folge von Raumpatrouille zu kämpfen hatte

Hallo, ... Übrigens habe ich noch ein Steinchen "Pallas Abraumgestein" in meiner Sammlung, so als Beleg für meinen Aufenthalt auf Pallas (oder war es doch Mura?). Naja, ich kann dieses Fundstück (Abraum mit Pechkohleanteil) aus Peißenberg, auf dem die Crew auch herumgetrampelt sein könnte, einscannen und mit einem netten Kommentar versehen, rübermailen.
Schönes Wochende, Rainer Freder

Hallo, das also ist das Problem mit dem Commodore Ruyther auf der Sikh 12 in der dritten Folge von Raumpatrouille zu kämpfen hatte - wie wir wissen veranlasst durch meuternde Roboter. Dies also ist Abraumgestein von Pallas und nicht etwa das Germanicumerz. Heute kann man davon noch jede Menge finden, man muss nur genauer hinsehen, zum Beispiel am Weg hinauf zur Bergmannskapelle. Pallas und eine Kapelle?? - Nun ja, heute zeigt sich das Gelände im rekultivierten Zustand und man hat (bei guter Sicht) einen tollen Blick auf das Wettersteingebirge. Also, um das Geheimnis zu lösen. Pallas oder Mura oder N116a ist ein und dasselbe und liegt in Bayern, im Pfaffenwinkel, südwestlich von München. Und der Ort heißt Peißenberg. Hier hatte man noch bis weit in die 60er Jahre Pechkohle abgebaut und das Abraumgestein auf einer Halde abgelagert, die nun schon fast zu einem kleinen Berg angewachsen ist. Und da eine Reise nach Peißenberg wesentlich billiger kam als eine Reise ins vulkanische Island, hat sich die Bavaria entschlossen, die Außendrehs im Sommer 1965 hier auf der Halde zu machen.
Gruß, Rainer

7/2003 Betreff: Raumpatrouille, Raumpatrouille: Außendrehort Schloss Höhenried
von: Rainer Freder" [Rainer.Freder@t-online.de], 25.07.03
Hallo, so meiner zweiter Reisebericht ist, wie bereits mehrfach angekündigt, jetzt fertig geworden. Ich habe den Text mit z.T. vergleichenden Bildern versehen, die die Situation von 1965 und heute wiedergeben.
Ein schönes Wochende und herzliche Grüße von Rainer Freder aus Dortmund "Herr Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]

Reise nach Chroma am 18.4.2003
Der Außendrehort Schloss Höhenried

Aus Orion-Fanzines und nicht zuletzt aus dem Buch von Josef Hilger wusste ich, dass in der Nähe von Tutzing am Starnberger See ein weiterer Drehort für die "Raumpatrouille" lag. Schon 1998 fuhr ich nach München, um unter anderem die Bavaria-Studios zu besichtigen und um eben den Herrscherinnensitz von Chroma in Augenschein zu nehmen. Die Bavaria-Studios im Süden von München waren allerdings mehr eine Enttäuschung, da die Hallen nicht besichtigt werden konnten. Auch bei dem Außendrehort am Starnberger See stellte sich kein Wiedererkennungseffekt ein. Erst hinterher wurde mir klar: Ich war am falschen Ort. Nachdem ich noch mehr Informationen gesammelt hatte, fuhr ich einige Jahre später wieder an den Starnberger See. Diesmal aber gezielt nach Höhenried. Diese Anhöhe liegt zwischen Tutzing und Bernried auf der Westseite des Starnberger Sees, gut eine Stunde Fußweg von Tutzing entfernt. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den See und die Alpen. Von außer eher einer Parkanlage ähnelnd, handelt es sich doch um ein Klinikgelände der LVA Bayern für Herz- und Kreislauferkrankungen. Und mitten drin: Das 1937 erbaute Schlösschen. Leider wurden gerade im Westteil des Schlosses Bauarbeiten durchgeführt. Im und um das Schloss herum spielte sich nach meinen Informationen der Außendreh "Chroma" in den Sommertagen 1965 ab. Im nördlichen Teil des Schlosses liegt der kreuzgangähnliche Innenhof. Hier wurde der Commander von zwei Empfangsdamen unterhalten und bewirtet. Unter anderem von Vivi Bach, die gerade mit einer Teekanne aus dem Schloss kommend in Richtung Sitzecke geht. Diese Szene kann man heute immer noch wunderbar nachvollziehen, sowohl visuell als auch hörbar, denn der Steinplattenboden "klackt" immer noch so wie vor fast 40 Jahren. Die Kamera schwenkte über den immer noch schönen viereckigen Innenhof. Leider sind die Sitzgarnitur und der Tisch heute leider nicht so komfortabel wie zu Drehzeiten. Auch der Durchblick nach draußen war durch Efeu und anderes Blätterwerk eingeschränkt. Ebenso fehlten die "Gärtner". Lediglich als "Empfangsdame" habe ich meine Frau Angelika auf die Gartenbank platziert. Im Eingangsbereich des Schlosses, das heute unter anderem als Cafe und als Seminarzentrum seinen Zweck erfüllt, fielen mir sofort die geschmiedeten und zum Teil vergoldeten Türen auf, durch die McLane in das Dienstzimmer der Herrscherin gehen musste. Hier hatte sich kaum etwas verändert. Auch der Kamin im "Dienstzimmer": Unverändert, als wenn die Dreharbeiten erst kürzlich abgeschlossen wären. Das Gefängnis? Nun, diese Szene spielte sich im Studio ab, so etwas gibt es hier nicht (oder?). Also, wer noch ein bisschen Orion-Flair live genießen will, der sollte Höhenried aufsuchen und bei einem Kaffee auf der Terrasse des Schlösschens die Erinnerungen an "Kampf um die Sonne" wachrufen. Die Bilder von 1965 und von 2003 beweisen es eindeutig: Hier ist die Zeit (fast) stehengeblieben. Die Bilder vom südlichen Innenhof entstanden übrigens während einer Drehpause und sind nicht im Film zu sehen.
Außerdem: Die Orion ist nicht etwa auf der schönen Wiese im Schlosspark gelandet. Nein, McLane musste mit dem Golfplatz Feldafing vorlieb nehmen. Der liegt immerhin etwas mehr als 10 Kilometer entfernt. Aber mit einer Lancet ist das wohl ein Katzensprung…
Rainer Freder, Dortmund, den 25. Juli 2003

McLane mit zwei Empfangsdamen in der Empfangsecke 1965

Die Empfangsecke mit einer Empfangsdame am 18. April 2003


Der im schöne Kamin im Büro der Herrscherin von Chroma heute: Ein Aufenthaltsraum
Im Rücken: Der Schreibtisch der Herrscherin von Chroma

Verblüffende Ähnlichkeit 1965

….und heute. Auf die Empfangsdamen kann heute man lange warten

McLane beim Handkuss im südlichen Innenhof des Schlosses 1965. Während einer Drehpause
(Hinweis: Mit Vivi Bach, seiner zukünftigen Ehefrau)

Der Innenhof heute: Ein Gartenrestaurant mit Brunnen (ohne Putte) Zu Restaurationsarbeiten wurde die Putte entfernt.

6/2003 Betreff: Raumpatrouille, Raumpatrouille:_Drehort_Peißenberg
von: Herr Freder" [Rainer.Freder@t-online.de], 02.06.03 14:54:43
Hallo, so sähe es aus, wenn man heute an der gleichen Stelle die Außendreharbeiten zu den Folgen 3 8[Drehort Pallas], 5 [Drehort N108/N116A] und 6 [Mura] machen würde. Die Chroma-Lancet ist so ziemlich genau an die Stelle plaziert, wo 1965 die "Original-Lancet" stand! Das Bild darunter zeigt den heutigen Blick von der neuen Bergehalde Peißenberg auf den Ort. Gruß Rainer

Foto Freder/23.04.03
So sähe der Landeplatz der Chroma-Lancet auf N116A/N108 heute aus: Eine blühende Landschaft, wie von der Chroma-Herrscherin durch die Sonnenanheizung erwartet. In der Realität liegt der "Landeplatz" auf der neuen Bergehalde in Peißenberg/Obb. ein paar Kilometer südwestlich von München. Dass dies aber auch die Abraumhalde von Pallas und der Strafkolonie-Planetoid Mura sein soll, kann man allerdings kaum glauben. Nur anhand der unretuschierten Fotos von Set im Frühsommer 1965 lässt sich nachvollziehen, wo sich das ganze Spektakel abgespielt hat. Wenn man Glück hat, findet man sogar an einigen Stellen etwas Germanicum-Abraumgestein von "Pallas". Bis 1971 wurde in Peißenberg tatsächlich Pechkohle abgebaut. Das Abraumgestein wurde auf einem Förderband bis hierher verfrachtet. Davon ist allerdings heute kaum noch etwas zu sehen. Die Halde ist, wie man auf den Bildern erkennen kann, rekultiviert worden und auf dem höchsten Punkt entstand Kapelle, nur einen Steinwurf weit vom Drehort entfernt.
 


Foto Freder/23.04.03

5/2003 Betreff: Raumpatrouille, Raumpatrouille:_Drehort_Peißenberg
von: Herr Freder" [Rainer.Freder@t-online.de], 21.05.03 15:55:28
Hallo, beigefügt ein kleines kommentiertes Bilddokument von der neuen Bergehalde in Peißenberg im Jahre 2003. Von einem anderen Außendrehort "Chroma" berichte ich demnächst. Rainer Freder Gruß Rainer

4/2003 Betreff: Raumpatrouille
von: Herr Freder" [Rainer.Freder@t-online.de], 30.04.03 08:39:51
Hallo, frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt. Ich habe eine Woche Halt in München gemacht und hatte mir diesmal vorgenommen, u.a. die zwei wesentlichsten Außendrehorte (Königsplatz und Golfplatz Feldafing mal ausgenommen) von Raumpatrouille zu besuchen. Beim Schloss Höhenried, zwischen Tutzing und Bernried am Starnberger See gelegen, war ich bereits zweimal und finde das alles noch sehr authentisch (jetzt LVA-Gelände). Es ist im Prinzip (fast) noch alles im Zustand wie 1965. Am 23.4. war ich in Peißenberg/Obb.. Die z.T. terrassenförmige "Neue Halde" habe ich auch sofort gefunden und mich an den Set-Fotos orientiert. Wo hat wohl die Lancet gestanden? Auch das ist noch im Prinzip nachvollziehbar. Der "Landeplatz" der Lancets aus den Folgen 5 und 6 ist m.E. identisch und müsste südwestlich und ganz in der Nähe der heutigen Knappenkapelle auf der ersten und untersten Terrassenstufe der Halde gewesen sein. Damals gab es diese Kapelle noch nicht. Jetzt ist es eine feuchte Weide mit einem Zaun drumherum. Den steilen Abhang, so wie er auf den Bildern vom Set und auch aus der Folge 3 im Hintergrund zu sehen ist, kann man nur noch erahnen. Was mir trotz des Ortstermins nicht so klar ist, ist die Lage des Sumpfes (Folge 5) auf N116a und N108. Ich habe den Eindruck, dass man hierfür extra einen See, der im südöstlichen Teil der Halde noch vorhanden ist, trockenlaufen ließ, zumal im Film deutlich Schilf zu sehen war (der nun mal im flachen Wasser wächst) und McLane an einer Stelle ziemlich tief im Schlamm eingesunken war. Andererseits ist auch das ganze südliche Areal um die neue Halde herum recht feucht. Interessanterweise ist sogar noch ein Stolleneingang(!) vorhanden, der aber (heute) zum Bergbaumuseum Peißenberg gehört. Pechkohle wird hier schon seit 1971 nicht mehr abgebaut. Auf den Set-Fotos ist im Hintergrund eine auf Pfeilern gestützte Bandstrecke zu erkennen, Auf diesem Band wurde der Abraum vom Peißenberg zur Halde befördert. Die Brückenfundamente dieser Bandstrecke sind noch heute auf beiden Seiten der Landstraße vorhanden. Ansonsten hat man nach der Rekultivierung der Halde nicht mehr den Eindruck, dass hier Abraumgestein abgelagert worden ist. Nur am steilen und schmalen Aufgang zur Kapelle liegt noch schwarzes und graues Abraumgestein herum. Vom Gipfelpunkt der über 40 Meter hohen Halde (direkt an der Knappenkapelle) hat man einen wunderbaren Blick auf den Pfaffenwinkel und die Alpen (wie auf den Fotos). Ich habe einige Bilder gemacht und hoffe, dass sie was geworden sind. Leider sind mir weder Richard Hall, noch Tourenne oder die netten Chromamädchen über den Weg gelaufen. Auch von der Orion und ihrer Crew fehlte jede Spur ... oder war das alles nur im Film ?
Gruß, Rainer Freder, Dortmund


Zuschrift von: Rainer Freder" [Rainer.Freder@t-online.de]
03. August 2003


Hallo, ich habe aus meiner Hör-Zu-Sammlung einige Bilder aus der "Raumpatrouille" von 1966 eingescannt, die ich hier vorstellen möchte.
Gruß Rainer Freder, Dortmund

A: Danke Rainer ! Hier der Artikel für alle:

aus HÖR ZU Nr. 40/1966 :
Hier sind einige SW-Bilder aus der Hör Zu Nr. 40 von 1966 abgedruckt. Wie man vielleicht unschwer erkennen kann, handelt es sich um die 2. Folge "Planet außer Kurs", die am Samstag, den 1. Oktober 1966 erstmals in der ARD ausgestrahlt wurde. Pünktlich um 20 Uhr 15. Verantwortlicher Sender war der Süddeutsche Rundfunk.

Lydia van Dyke (Charlotte Kerr) harrt trotz größter Gefahr mutig in ihrem Raumschiff aus.
RP70
Die Oberste Raumbehörde sucht fieberhaft nach einer Möglichkeit zu überleben (Benno Sterzenbach, Hans Cossy und Franz Schafheitlin).
RP71
Planet außer Kurs
Von einem irdischen Beobachtungsposten im Weltraum wird eine furchtbare Nachricht zur Erde gefunkt: Die froschartigen Feinde aus unbekannten Regionen des Alls sind erneut in Aktion getreten. Diesmal haben sie einen Planeten aus seiner Bahn gedrängt! Mit rasender Geschwindigkeit jagt der glühende Gigant jetzt auf den Erdball zu. Es gibt nur noch eine Chance, den drohenden Zusammenprall zu verhindern: Die bewährten Astronauten des schnellen Raumkreuzers "Orion" müssen alles daransetzen, die Anlage zu zerstören, von der aus der Planet gelenkt wird.


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